Wenn man etwas macht, dann hat man ja oft ein Vorbild. Bei mir war es Elena Shumilova, eine Fotografin aus Russland. Ihre Bilder bewegen mich, sie wirken so echt und authentisch, aber gleichzeitig so märchenhaft, ohne kitschig zu wirken. Als ich erfuhr, dass sie Workshops auf der ganzen Welt anbot war für mich klar, dass ich diesen machen muss. Eigentlich wollte ich diesen Workshop in England machen - dieser war aber so schnell ausgebucht, dass ich keine Chance mehr hatte. Als dann ein Workshop in Dänemark angeboten wurde, hatte ich Glück und freute mich umso mehr! Ich war wahnsinnig aufgeregt und bin das erste Mal seit langem wieder geflogen! Ich konnte kaum abwarten, Elena zu treffen und von ihr zu erfahren, wie sie ihre Bilder macht. Am ersten Tag erhielten wir eine kleine Einführung in ihre Arbeiten und die Philosophie, bevor wir zu einem wunderschönen, abgelegenen Landgut außerhalb von Aalborg gefahren sind. Ich war so gespannt, welche Tiere und Models uns erwarten würden. In kleinen Gruppen erzählte Elena uns, auf was sie beim Fotografieren achtet, welche Perspektive sie wählt... Wir konnten uns in kleinen Gruppen an verschiedenen Stationen ausprobieren, bevor der Himmel immer dunkler wurde und sich ein großer Regenschauer mit ersten Tropfen ankündigte.
Nach einer sehr kurzen Nacht (ich war so aufgeregt und voller neuer Ideen, so dass ich kaum etwas geschlafen hatte...) machten wir uns am zweiten Tag an die Bearbeitung der Bilder. Oft sind es nur kleine Rädchen, an denen gedreht werden muss, um die Stimmung, die vor Ort herrschte zu verstärken - die Bearbeitung ist so ein wichtiger Bestandteil in der Fotografie... Meistens denkt man bei Photoshop an die Hochglanzmagazine und wie die Models später, am PC, verändert und optimiert werden - aber die Bearbeitung der Bilder kann auch einfach nur die Stimmung und die Emotionen in dem Bild nochmals hervorheben, um sie dem Betrachter so sichtbar zu machen, wie man es in der Situation erlebt hat. 
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